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— Kaufen · 7 Min. Lesezeit

Checkliste Umzug ins Eigenheim: Was vor, während und nach dem Einzug zu erledigen ist

Von der Abmeldung beim Vermieter über Ummeldungen bis zur ersten Nacht im neuen Zuhause – Ihre komplette Umzugs-Checkliste.

Sayan Satkunam, Geschäftsführer der Immero AG

Sayan Satkunam · B. Sc. Banking & Finance

Verfasst und fachlich geprüft · Aktualisiert am 05. März 2026

IMMERO AG · IMMOBILIEN BERN

3 Monate vor dem Umzug

Kündigung der bisherigen Wohnung (Fristen beachten!), Suche und Buchung Umzugsunternehmen, Organisation Kindergarten/Schule für Kinder, Information des Arbeitgebers, Erstellen einer Inventarliste für den Transport.

1 Monat vor dem Umzug

Nachsendeauftrag bei der Post stellen (Post.ch, ca. CHF 50/Jahr), Adressänderung bei Banken, Versicherungen, Krankenkasse, Abo-Dienstleistungen. SERAFE (Billag) ummelden. Arzt, Zahnarzt, Spital informieren. Fahrzeugausweis und Führerschein-Adresse updaten.

Am Übergabetag

Übergabeprotokoll mit dem Verkäufer erstellen (Zählerstände, Schlüsselanzahl, Zustand aller Räume fotografisch dokumentieren). Schloss sofort tauschen. Heizung und Warmwasser prüfen. Alle Schalter und Steckdosen testen. Notfallnummern notieren (Heizungsdienst, Sanitär, Elektro).

In der ersten Woche

Einwohnerkontrolle ummelden (innert 14 Tagen Pflicht). Gebäudeversicherung auf eigenen Namen übernehmen oder abschliessen. Hausratversicherung überprüfen. Nachbarschaft kennenlernen. Kehrichtabfuhr und Recycling-Stellen ausfindig machen. Notfallkontakte aufschreiben.

Die Reihenfolge, die Zeit spart

Viele Kaufinteressierte beginnen mit der Objektsuche und klären die Finanzierung später. Das führt regelmässig dazu, dass ein passendes Objekt an jemanden geht, der schneller zusagen konnte. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: zuerst Eigenmittel und Tragbarkeit prüfen, dann eine Finanzierungsbestätigung einholen, erst danach suchen. Wer mit einer belastbaren Zusage antritt, wird von Verkäuferschaft und Makler anders behandelt — gerade in gefragten Lagen der Region Bern, wo Objekte häufig vergeben sind, bevor sie breit inseriert werden.

Was die Nebenkosten wirklich ausmachen

Zum Kaufpreis kommen im Kanton Bern rund 3 bis 4 Prozent hinzu: die Handänderungssteuer von 1.8 Prozent, die üblicherweise die Käuferschaft trägt, sowie Notariats- und Grundbuchgebühren. Diese Beträge laufen nicht über die Hypothek und müssen zusätzlich zu den geforderten 20 Prozent Eigenkapital verfügbar sein. Bei einem Objekt zu 900'000 Franken sind das neben 180'000 Franken Eigenkapital weitere rund 19'000 Franken — der häufigste Planungsfehler beim Immobilienkauf.

Was das für Bern-Mittelland bedeutet

Im Kanton Bern sind die Preise für Wohneigentum über die letzten zwölf Monate um rund 2.8 bis 2.9 % gestiegen (RealAdvisor, Stand September 2026). Innerhalb der Region ist die Spannweite gross: In der Stadt Bern werden Eigentumswohnungen in Zentrumslagen über 10’200 CHF/m² gehandelt, in Köniz um 7’900, in ländlicheren Gemeinden des Kiesentals oder Gürbetals deutlich darunter. Eine schweizweite Faustregel führt deshalb regelmässig in die Irre — massgebend ist immer die konkrete Lage.

Kaufen in einem engen Markt

Der Markt in Bern-Mittelland ist eng: Gut gelegene Objekte sind häufig vergeben, bevor sie breit inseriert werden. Wer die Finanzierung vorab klärt, kann bei einer Gelegenheit schnell und verbindlich handeln — das ist oft entscheidender als der letzte Verhandlungsfranken. Einzurechnen sind ausserdem die Kaufnebenkosten von rund 3 bis 4 % des Kaufpreises: 1.8 % Handänderungssteuer plus Notariats- und Grundbuchgebühren. Diese Kosten müssen aus Eigenmitteln bezahlt werden und laufen nicht über die Hypothek.

So gehen wir in Bern-Mittelland vor

In der Praxis beginnt jedes Mandat mit einer lagegenauen Einschätzung statt einer Pauschalzahl: Wir schauen auf die konkrete Gemeinde, das Quartier, den Objekttyp und den baulichen Zustand und vergleichen mit realen Transaktionen aus der Region. Erst danach besprechen wir die Strategie — beim Verkauf etwa die Frage, ob offen oder diskret über unser Off-Market-Netzwerk vermarktet wird, bei der Finanzierung den Vergleich über mehr als 25 Banken- und Versicherungspartner. Betreut werden Sie dabei direkt durch die Geschäftsführung, nicht durch wechselnde Ansprechpersonen. Wir arbeiten in Köniz, Liebefeld, Bern, Ostermundigen, Ittigen, Muri, Belp, Worb, Münsingen und über dreissig weiteren Gemeinden der Region — mit eigenen Marktdaten für jede davon. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Datengrundlage und Methodik

Die genannten Kennzahlen stützen sich auf öffentlich überprüfbare Quellen: Leitzins und geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank, den hypothekarischen Referenzzinssatz des Bundesamts für Wohnungswesen, die kantonalen Bestimmungen zu Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer sowie Transaktions- und Angebotsdaten spezialisierter Marktdatenanbieter für den Raum Bern. Wo eine Zahl geschätzt ist, weisen wir sie als Schätzung aus, statt eine Genauigkeit vorzutäuschen, welche die Datenlage nicht hergibt. Marktdaten veralten: Massgebend ist der angegebene Stand, und vor einer Transaktion prüfen wir die Zahlen für Ihr konkretes Objekt neu. Dieser Beitrag vermittelt Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

In der Schweiz muss die Adressänderung bei der Einwohnerkontrolle innert 14 Tagen nach dem Zuzug erfolgen. Gleichzeitig müssen Sie sich bei der alten Gemeinde abmelden. Viele Gemeinden bieten diesen Service online an (eUmzug.ch).
Schloss austauschen (Sie wissen nicht, wer noch Schlüssel hat), Gebäudeversicherung auf Ihren Namen umschreiben, Hausratversicherung anpassen, Zählerstände (Strom, Wasser, Gas) dokumentieren, Abonnements und Versicherungen adressieren.
Ein professioneller Umzug kostet je nach Haushaltsvolumen CHF 1’500–8’000. Selbst organisiert (LKW-Miete + Helfer) günstiger, aber aufwändiger. Planen Sie 3–4 Monate im Voraus – gute Umzugsunternehmen sind oft ausgebucht.
Im Kanton Bern rund 3 bis 4 Prozent: 1.8 Prozent Handänderungssteuer plus Notariats- und Grundbuchgebühren. Diese Beträge müssen aus Eigenmitteln bezahlt werden und laufen nicht über die Hypothek.

— Bern-Mittelland

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