— Checkliste · Lebenslagen
Die erste eigene Immobilie
Beim ersten Kauf entscheidet weniger die Objektwahl als die Reihenfolge der Schritte. Wer zuerst sucht und dann finanziert, verliert regelmässig Objekte an schnellere Interessenten. Und wer die Erwerbsnebenkosten nicht separat einplant, steht am Notartermin vor einer Lücke von mehreren zehntausend Franken.
- Für wen:
- Erstkäuferinnen und Erstkäufer
- Wann:
- Sobald der Kauf ein Thema wird
- Aufwand:
- Gesamter Prozess drei bis zwölf Monate
- Punkte:
- 25
Bevor Sie überhaupt suchen
0/6Diese Phase wird am häufigsten übersprungen — und das kostet.
Suchen und beurteilen
0/6Häufige Fehler vermeiden
0/5Die drei Annahmen, die beim ersten Kauf am meisten kosten.
Bei mehreren Käufern
0/4Nach dem Einzug
0/4— Zur Einordnung
Die drei Zahlen, die Sie kennen müssen
Erstens: mindestens zwanzig Prozent Eigenkapital, davon zehn Prozentpunkte hart. Zweitens: drei bis vier Prozent Erwerbsnebenkosten zusätzlich, nicht darin enthalten. Drittens: kalkulatorischer Zins von fünf Prozent für die Tragbarkeitsprüfung. Bei einem Objekt zu neunhunderttausend Franken bedeutet das rund einhundertachtzigtausend Franken Eigenkapital plus rund neunzehntausend Franken Nebenkosten — und ein Bruttoeinkommen, das die kalkulatorischen Wohnkosten dreifach deckt. Wer diese drei Zahlen früh durchrechnet, weiss, worüber er überhaupt spricht.
Warum bei unverheirateten Paaren mehr zu regeln ist
Ohne Trauschein gibt es kein gesetzliches Erbrecht: Stirbt eine Person, fällt ihr Anteil an ihre Verwandten, nicht an die Partnerin oder den Partner. Ohne Testament oder Erbvertrag kann das bedeuten, dass die überlebende Person mit den Eltern der verstorbenen in einer Erbengemeinschaft steht. Dazu kommt die Solidarhaftung bei der Hypothek — beide haften für den ganzen Betrag. Beides lässt sich regeln, muss aber bewusst geregelt werden.
Die Ablage, die Sie heute anlegen
Wertvermehrende Investitionen mindern beim späteren Verkauf die Grundstückgewinnsteuer — aber nur mit Rechnungen und Zahlungsnachweisen, über die gesamte Besitzdauer. Wer ab dem ersten Tag zwei Ordner führt, einen für werterhaltenden Unterhalt und einen für wertvermehrende Investitionen, spart in zwanzig Jahren regelmässig einen fünfstelligen Betrag. Es kostet nichts ausser Ordnung.
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