Fehler 1: Emotionale Überbewertung
Das eigene Zuhause ist mit Erinnerungen aufgeladen – der Markt bezahlt dafür nichts. Der häufigste und teuerste Fehler ist ein Preis, der auf Gefühl statt auf Daten beruht. Eine neutrale, methodische Bewertung schützt vor dieser Falle.
Fehler 2: Falsche Methode fürs Objekt
Ein Mehrfamilienhaus nach dem Wohnwert eines Einfamilienhauses zu bewerten führt zwangsläufig in die Irre. Renditeobjekte gehören in die Ertragswertmethode, Wohnobjekte in die hedonische. Die Methode muss zum Objekttyp passen.
Fehler 3: Vergleich mit Angebotspreisen
Inserierte Preise sind Wunschpreise, keine erzielten Preise. Wer sich an Portalinseraten orientiert, vergleicht sich mit anderen Verkäuferwünschen – nicht mit dem, was der Markt tatsächlich bezahlt. Massgeblich sind reale Abschlüsse.
Fehler 4: Sanierungsstau ignorieren
Ein gepflegtes Erscheinungsbild kann über aufgeschobenen Unterhalt hinwegtäuschen. Dach, Fenster, Heizung, Leitungen und Fassade haben Lebenszyklen. Anstehende Grossreparaturen mindern den Wert und müssen ehrlich eingerechnet werden.
Fehler 5: Den energetischen Zustand ausblenden
Der energetische Zustand ist zu einem harten Preisfaktor geworden. Objekte mit fossiler Heizung und schlechter Dämmung werden zunehmend mit einem Abschlag gehandelt, weil Käufer die Sanierungskosten einpreisen. Ein GEAK schafft Klarheit.
Fehler 6: Rechtliche Lasten übersehen
Wegrechte, Baurechte, Näherbaurechte oder Nutzungsbeschränkungen im Grundbuch beeinflussen den Wert. Sie werden bei einer oberflächlichen Bewertung leicht übersehen, treten aber spätestens beim Notar zutage.
Fehler 7: Nur eine Methode verwenden
Eine seriöse Bewertung plausibilisiert mehrere Verfahren gegeneinander. Wer sich auf eine einzige Zahl verlässt, ohne sie zu prüfen, riskiert eine Fehleinschätzung. Die Wahrheit liegt meist im Abgleich mehrerer Blickwinkel.
